Mittwoch, den 19.09.18 12:32

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Telefónica o2: Bevölkerung hat Teilschuld an noch immer existierenden Funklöchern

Markus Haas o2Teilschuld an noch immer existierenden Funklöchern – In einem Interview mit der WELT am Sonntag äußerte sich Telefonica-Chef Markus Haas zur derzeitigen Ausbausituation und den Funklöchern im deutschen Mobilfunknetz. An letzteren gibt er der Bevölkerung eine Teilschuld.

Funklöcher auch Schuld der Kunden

Auch in Zukunft werden deutsche Mobilfunkkunden damit leben müssen, dass es in einigen Regionen des Landes Funklöcher gibt, ist sich Telefónica-Chef Markus Haas sicher. In einem Interview mit der WELT am Sonntag erklärte der Manager: „Wir werden wahrscheinlich keine hundertprozentige Flächenabdeckung in Deutschland erreichen können.“ Dafür fehle es an mehreren tausend Antennen im Bundesgebiet. Allerdings könnte die nahende 5G-Versteigerung zumindest dafür sorgen, dass die Bevölkerung nahezu vollständig versorgt werden kann. Funklöcher wird es jedoch weiterhin geben.

Die Ursache für die lückenhafte Abdeckung sieht Markus Haas am zögerlichen Umgang mit dem Ausbau und den neuen Technologien. Das sei jedoch nicht nur die Schuld der Anbieter und der Bundesregierung, sondern auch auch die der Bevölkerung und damit der deutschen Mobilfunkkunden: „Das liegt zum Teil auch daran, dass Deutschland lange Zeit so skeptisch der Technologie gegenüber war.“ Vor allem die Bevölkerung habe sich noch vor 15 Jahren gegen den Aufbau neuer Sendeanlagen gewehrt und diese nicht in ihrer Nachbarschaft gewollt. „Heute werde ich fast angeschrien, wenn es keinen Empfang gibt.“

Kein viertes Netz für Deutschland

Telefónica hatte durch die Übernahme von E-Plus im Jahr 2014 dafür gesorgt, dass das Angebot der vier Netzbetreiber auf drei zusammenschrumpfte. Dennoch sieht Markus Haas im Aufbau eines neuen vierten Netzbetreibers keine wirtschaftlichen Vorteile. „Ein viertes Netz wäre immer nur ein Teilnetz, das Deutschland bei der Netzversorgung nicht helfen würde“, schreibt die WELT.

Vor allem  Ralph Dommermuth, Chef der United Internet, hatte sich in den vergangenen Wochen verstärkt für ein viertes Netz ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung hat die Bundesnetzagentur, die die Bedingungen für die 5G-Frequenzversteigerung festlegen muss.


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