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Freitag, den 21.09.18 13:03

aus der Kategorie: Apple iPhone

iPhone Preise in Deutschland: Deswegen sind die Geräte hierzulande teurer

iPhone-Preise in Deutschland – Nach dem Marktstart der neuen iPhone-Geräte XS und XS Max fällt vielen Kunden die Preisdifferenz zwischen den Modellen des US-amerikanischen und deutschen Markts auf. Berechnet Apple deutschen Kunden bewusst höhere Preise?

iPhone-Preise in Deutschland

Mit Preisen zwischen 1.149 Euro und 1.649 Euro sind die neuen iPhone-Modelle XS und XS Max keine Schnäppchen. Im Gegenteil, sie sind die bislang teuersten iPhone-Geräte überhaupt. Apple-Fans, die die Keynote verfolgt oder bereits einen Blick in den US-amerikanischen Apple Shop geworfen haben, ist sicherlich bereits aufgefallen, dass die Dollar-Preis der Modelle deutlich unter den hierzulande gültigen Euro-Preisen liegen. Das nährt den Verdacht, dass Apple in Deutschland bewusst höhere Preise aufruft als im Heimatland.

Wer die Preise umrechnet stellt fest, dass die 999 US-Dollar, die Apple in den USA für das kleinste iPhone XS erhebt, hierzulande gerade einmal knapp 850 Euro entsprechen. Tatsächlich kostet das Modell in Deutschland jedoch 1.149 Euro – also fast 300 Euro mehr als es sollte. Ähnlich verhält es sich beim iPhone XS Max und den übrigen Speichervarianten.

Mehrwertsteuer und Co. beeinflussen iPhone-Preise

Einer der Hauptfaktoren für die unterschiedlichen Preise ist die Mehrwertsteuer. Während die deutschen Preise diese in Höhe von 19 Prozent, dem Mehrwertsteuersatz in Deutschland, bereits enthalten, sind die sogenannten Sales Taxes in den USA nicht ausgezeichnet. Das heißt, dass die iPhone-Preise in den USA grundsätzlich netto ausgewiesen sind. Das liegt unter anderem daran, dass jeder Bundesstaat eine eigene Verkaufssteuer erhebt. Während beispielsweise Montana gar keine Sales Taxes von Kunden einfordert, liegt diese in anderen Staaten bei bis zu 9 Prozent. Je nachdem wo das gewünschte iPhone erworben wird, muss diese amerikanische Mehrwertsteuer also noch hinzugerechnet werden. Ebenso Wechselkursschwankungen, deren Kalkulation vorab in den Endpreis einfließt. Ohne Mehrwertsteuer würde das iPhone XS mit 64 GB hierzulande zum Beispiel lediglich 966 Euro kosten.

iPhone Xs und Xs Max

Hinzukommen zusätzliche Kosten, die Apple durch die Anpassung der Geräte an den deutschen Markt entstehen. Dazu zählen unter anderem die Konfiguration auf den deutschen Mobilfunkstandard, aber auch die Anpassungen des Betriebssystems und aller Komponenten auf die deutsche Sprache. Schließlich wollen deutschen Kunden iOS auch in deutscher Sprache nutzen. Da der deutschsprachige Markt im Vergleich zum englischsprachigen Markt jedoch eher klein ist, fällt der individuelle Kostenanteil pro verkauftem Gerät hierzulande höher aus.

Wie hoch dieser Kostenanteil tatsächlich ist und wie stark er den Endpreis der Geräte beeinflusst weiß jedoch nur Apple. Deswegen ist anzunehmen, dass Apple trotzdem Aufpreise in als wohlhabend oder als zahlungswillig geltenden Ländern erhebt. Aufgrund der jahrelangen Erfahrung weiß man schließlich, wie sich der Absatz entwickelt hat und kann ableiten, wo die länderspezifische “Schmerzgrenze” der Kunden liegt. Immerhin: Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem die neuen iPhones deutlich teurer sind als in den USA. Auch anderen europäische Länder müssen dieses Los tragen – zum Teil noch stärker als deutsche Kunden.

Apple sieht Ratenzahlung als Lösung

Bei Apple geht man mit den hohen Preisen sportlich um. In einem Interview rechtfertigte Apple-Chef Tim Cook die hohen Preise nicht nur damit, dass die neuen iPhones zahlreiche Geräte überflüssig machen würden – zum Beispiel Videokamera, Fotoapparat, MP3-Player und Spielekonsole – sondern auch mit der Tatsache, das die meisten amerikanischen Kunden ihr iPhone eh per Ratenzahlung erwerben. Wie PC Games Hardware berichtet, sei eine Ratenzahlung von 1 Euro pro Tag in den USA üblich. Unerwähnt lässt Cook jedoch, dass man diese mindestens drei Jahre bedienen muss, um die neuen iPhone abzubezahlen – etwaige Kosten für den Mobilfunktarif noch nicht mit eingerechnet. Außerdem wolle Apple nicht die am häufigsten verkauften Geräte bauen, sondern die besten – was offenbar ebenfalls als, wenn auch eher halbgare, Rechtfertigung für die hohen Preise verstanden werden darf.


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