Das Zeitalter der globalen nationalen Abschottung beim Internetradio hat begonnen. Seit einigen Tagen versieht CBS all seine Radiostationen mit einem so genannten Geoblocking. Betroffen sind neben den CBS-Radiostationen auch die Radiostreams von AOL und Yahoo!
Empfang nur noch in den USA möglich
Der Empfang dieser Sender ist daher nur noch in den USA oder mittels US-Proxy-Server möglich. Offizielle Begründung für dieses Vorgehen sind die immer höheren Forderungen der Rechteinhaber für Musikausstrahlungen über das Internet. Allerdings sind von diesem Geoblocking auch Nachrichtensender, Sport- und Talkradios betroffen, die keine Musik spielen!
Daher dürften die ausufernden Streamingkosten der wahre Grund für die Abschottung sein. Das Internetradio wird nämlich immer beliebter, da für den User zum Einen immer höhere Bandbreiten zu Hause zur Verfügung stehen, und zum Anderen immer mehr mobile Geräte für das Internetradio zur Verfügung stehen, wie zum Beispiel das iPhone oder das WLAN-Radio, wodurch keine kabelgebundene Verbindung mit dem Internet mehr nötig ist.
Geoblocking weiterer Radiostationen denkbar
Im Gegensatz zum herkömmlichen Radio bedeuten mehr Hörer beim Internetradio auch gleichzeitig höhere Kosten. Daher könnte das Beispiel Schule machen, und weitere große Radiostationen weltweit werden auf das Geoblocking zugreifen.
Aufgrund dieser Tatsache sollte man bei der Digitalisierung des Hörfunks nicht auf das Internet setzen, sondern sich auf einen einheitlichen Standard einigen, damit der digitale Hörfunk für den Hörer, aber auch für den Radioveranstalter attraktiv wird.
Michael Beck
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