Montag, den 06.05.13 17:35

aus der Kategorie: Samsung, Samsung Testberichte, TopNews

Galaxy S4: Samsungs neues Superphone im Test Teil 1

Bereits kurz nach der Präsentation und weit vor dem Verkaufsstart wurde das neue Samsung Flaggschiff Galaxy S4 mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Aber auch immense Kritik musste der Androide einstecken. Doch kann der Nachfolger des überaus erfolgreichen Galaxy S3 die Erwartungen der Käufer erfüllen und mit dem Galaxy S4 die Messlatte nochmals höher legen? Unsere Redaktion hat das Smartphone auf Herz und Nieren geprüft. Im ersten Teil unseres zweiteiligen Testbericht haben wir Design, Verarbeitung, Display und die Performance unter die Lupe genommen.

Verpackung und Lieferumfang

Das Galaxy S3 wurde noch in einer weißen Verpackung mit Glanz-Optik versandt. Bei dem Galaxy S4 hat sich Samsung für eine braune Verpackung entschieden. Die Schutzfolie für das Display ist extrem dick und mit Werbung zum Gerät versehen. Zum Lieferumfang zählen ein Handbuch, der Akku, das Ladegrät, ein USB-Kabel und ein In-Ear-Hörer mit Ersatz-Stöpseln.

Design aufgewertet

Leider hat sich die Erwartung vieler Interessenten für ein Aluminium-Gehäuse nicht erfüllt. Trotzdem sieht das Galaxy S4 deutlich hochwertiger aus, als sein Vorgänger. Das liegt unter anderem an dem neu gestaltenden Rahmen mit Metall-Optik und dünnem Deckglas. Der schmalere Displayrand und ein Strukturmuster auf der Rückseite vom Polykarbonat-Gehäuse, sowie leichte Rundungen und gradlinige Form, stehen dem Androiden gut zu Gesicht.

Rückseite mit Strukturmuster

Rückseite mit Strukturmuster

Verarbeitung tadellos

Durch den extrem schmal gehaltenen Displayrand wird dem Nutzer ein noch größeres Display suggestiert, als es tatsächlich der Fall ist. Trotz des Gewichtes von 130 Gramm und den Maßen von 136,5 x 70,6 x7,9 Millimeter liegt das Smartphone bestens in der Hand. Das Gerät lässt sich mit einer Hand problemlos bedienen. Die Verarbeitung lässt nichts zu wünschen übrig. Kein Knarzen, wenn überhaupt nur geringe Spaltmaße, alles schließt nahtlos aneinander. Lediglich die gestanzte Öffnung am oberen Metallrand erscheint etwas unschön  „ausgefranst“. Etwas überraschend: Direkt nach dem ersten Start des Smartphones muss ein Software-Update ausgeführt werden.

Display fast randlos

Display: superscharf, superhell, bestes Ergebnis

Sofort nach Inbetriebnahme sticht die Darstellung des Displays ins Auge. Sicher, wir wussten das eine Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) erreicht wird, aber das Ergebnis des 5 Zoll großen Super-AMOLED-Displays kann sich wirklich sehen lassen. Aufgrund der enormen Pixeldichte von 441 PPI, ist selbst beim Vorhalten des Geräts an das Gesicht, kein einzelner Pixel zu erkennen. Die Farben zeigen sich kontrastreich und leuchten stark, Texte weren auf dem Display und auch an den Display-Rändedrn extrem scharf dargestellt. Durch den bei AMOLED-Displays hohen Schwarzwert zeigen sich Bilder und Videos fantastisch. Gegenüber dem Galaxy S3 konnte Samsung tatsächlich nochmals Kontrast und Farbechtheit verbessern.

personalisierter Homescreen

AMOLED-Display kann überzeugen

Das AMOLED Display ist bekannt dafür, das bei direkter Sonneneinstrahlung die Ablesbarkeit stark eingeschränkt wird. Dies ist auch bei dem Galaxy S4 der Fall. Allerdings hilft es schon den Blickwinkel leicht zu verändern oder das Smartphone etwas schräg zu halten. Im Vergleich zum Sony Flaggschiff Xperia Z mit seinem LCD-Display punktet das Galaxy S4 durch kräftige Darstellung. Das Xperia Z kann trotz leicht höherer Pixeldichte in puncto Farbsättigung oder Schärfe nicht annähernd mithalten. Selbst wenn sich der Blickwinkel verändert, bleibt bei dem Samsung-Gerät alles klar, scharf und farbgesättigt, während sich bei dem Xperia Z  ein leichter „grauer Schleier“ bemerkbar macht.

S4 geöffnet

S4 geöffnet

Leichter Zugriff auf Hardware

Wie schon bei allen anderen Modellen der Galaxy-Serie, kann auch beim S4 der Akku gewechselt werden. Die extrem biegsame Rückseite des Gehäuses ist problemlos zu entfernen und wieder zu schließen. In der Regel ist dieser Vorgang jedoch nur zum Wechseln der SIM-Karte notwendig oder zum Einsetzen einer Micro-SD-Karte. Im sogenannten „Teardown“ konnte das Galaxy mit sehr gut abschneiden. Nachdem der Akku entnommen wurde, ist das Innenleben leicht zugänglich. Eventuelle defekte Bauteile können kostengünstig gewechselt werden. Das HTC Flaggschiff HTC One handelte sich im Teardown die schlechteste Note ein, weil z.B. der Akku fest verbaut wurde.

Qualcomm 600 Chipsatz für Deutschland

In Deutschland kommt das Galaxy S4 vorläufig nur mit dem Chipsatz Snapdragon 600 vom Hersteller Qualcomm in den Handel, der ein LTE-Modus integriert hat. Der Samsung  eigene Chipsatz Exynos 5-Octa mit acht Kernen wird hauptsächlich in den USA ausgeliefert. Trotzdem ist der Snapdragon 600 keineswegs eine schlechte Wahl, immerhin taktet er ja nach Auslastung mit bis zu 1.900 Gigahertz. Wird dieser Wert zugrunde gelegt, wäre das Galaxy S4 allen anderen Smartphones überlegen. Zwar ist der gleiche Prozessor auch im HTC One verbaut, taktet dort aber nur mit 1,7 Gigahertz.

Herausragende Leistung, trotz einiger Aufhänger

Samsung hatte bereits zwei Tage nachdem das Galaxy S4 in den deutschen Shops erhältlich war, ein Update ausgerollt. Die Aktualisierung soll nochmals die Stabilität steigern und liefert zudem einen schnelleren Kamera-App-Start. In einigen Berichten wurde über Ruckler und sogar über Aufhänger bei bestimmten Situationen berichtet. Ruckler konnten wir während unseres Tests nicht  bestätigen, wohl aber einige Aufhänger. Insbesondere traten diese bei Internetverbindungen auf, das Smartphone „hängte sich auf“ ohne die gewählte Webseite zu öffnen. Weder ein Neustart über die Powertaste noch ein „Zurück“ war möglich. Erst nach einigen Minuten Wartezeit war das S4 wieder zu bedienen. Der Grund für dieses Problem ist bisher nicht bekannt, in unserem Test kam es zu diesen „Hängern“ wärend der Nutzung iner Netzverbindung über WLAN. Ansonsten ist die Performance perfekt, Anwendungen werden blitzschnell geöffnet, ein Wechsel zwischen differenzierten Funktionen vollzieht sich ohne merkbaren Zeitverlust. Videos laufen flüssig, leistungsorientierte Spiele beherrscht das Smartphone bestens. Auch bei der Verwendung von zwei Anwendungen gleichzeitig (Multi Windows) zeigt das Galaxy keine Schwächen. Internetseiten via WLAN öffnen sich im Bruchteil einer Sekunde, selbst der Aufbau von bebilderten Webseiten nimmt nur 1-3 Sekunden in Anspruch.

Seitenaufbau schnell, Text-Lupe

Seitenaufbau schnell, Text-Lupe

AnTuTu-Benchmark-Vergleich

In einem Benchmark-Vergleich musste sich der Chipsatz von Qualcomm gegenüber dem in den USA eingesetzten Exynos-5-Octa-Chipsatz geschlagen geben. Im sogenannten AnTuTu-Benchmark erreichte der Exynos-Chipsatz ganze 28.018 Punkte, während der Qualcomm Snapdragon 600 „nur“ 23.607 Punkte erreichte. Damit wäre das Galaxy S4 derzeit das schnellste Android-Smartphone überhaupt. Ob sich in der Praxis bei dem Nutzer zwischen beiden Prozessoren ein Unterschied bemerkbar macht, ist aber eher unwahrscheinlich. Beide Chipsätze bieten mehr als genug Leistung für Multimedia, Spiele, Gamer und den täglichen Aufgaben.

Im zweiten Teil unseres Testberichts prüfen wir die 13-Megapixel-Kamera und deren umfangreiche Funktionen, sowie einige der nützlichen Software-Optionen, die das Bedienen des Androiden erleichtern soll.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum: Samsung Forum

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Galaxy S4: Samsungs neues Superphone im Test Teil 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum