Dienstag, den 09.02.16 12:21

aus der Kategorie: Sonstige Anbieter, TeleColumbus

primacom Preiserhöhung ruft Verbraucherschützer auf den Plan [Update]

primacomprimacom Preiserhöhung – Ab März 2016 warten die Kabelnetzbetreiber Tele Columbus und primacom mit einem neuen Tarifportfolio auf. Im gleichen Atemzug sollen auch zahlreiche Bestandskunden auf die neuen Tarife umgestellt werden und werden in diesen Tagen über die geplante Umstrukturierung informiert. Die zum Teil unvollständigen Informationen rufen nun jedoch die Verbraucherzentrale Sachsen auf den Plan. Update: Sonderhotline für Betroffene eingerichtet

Update: Sonderhotline für Betroffene

Wie die Verbraucherzentrale Sachsen mitteilt, können Betroffene am Donnerstag, dem 11. Februar 2016, zwischen 10 Uhr und 17 Uhr eine kostenfreie Beratung zur geplanten primacom Preiserhöhung, den Widerrufsmöglichkeiten und allen damit in Verbindung stehenden Problemen, Fragen und Unklarheiten in Anspruch nehmen.

Die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale sind unter der Nummer 0180-2-55 66 11 erreichbar, der Anruf kostet 6 Cent aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk max. 42 Cent/Min.). Sollte die Sonderhotline überlastet sein, bittet die Verbraucherzentrale darum, die reguläre Hotline 0900-79777 zum Preis von 1,24 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz zu kontaktieren.

In den letzten Tagen haben viele Kunden Post von der primacom Berlin GmbH erhalten. Darin wird eine Umstellung des laufenden Vertrages zum 1. März 2016 angekündigt. Wer damit nicht einverstanden ist, kann laut primacom bis zum 18. Februar 2016 widersprechen. Andernfalls landet man im neuen Tarif und erntet eine Preiserhöhung. Doch was bedeutet das genau? Wie muss so ein Widerspruch aussehen? Und was passiert, wenn ich widerspreche?

 Für all diese Fragen hat die Verbraucherzentrale Sachsen für diesen Donnerstag, 11.02.2016, eine Sonderhotline eingerichtet. Von 10 bis 17 Uhr können Betroffene unter der Telefonnummer 0180-2-55 66 11 für 0,06 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz (Mobilfunk maximal 0,42 Euro/Minute) Antworten auf ihre Fragen rund um das Thema Tarifumstellung erhalten.

primacom Preiserhöhung in der Kritik

Seit Mitte Januar ist bekannt, dass die beiden Kabelnetzbetreiber primacom und Tele Columbus ab März mit einem neuen Tarifportfolio aufwarten werden. Die neue Tarifstruktur umfasst Datenraten von bis zu 400 Mbit/s und kann als 2play Angebot mit Internet und Festnetz sowie als 3play Paket inklusive TV gebucht werden.

Die Neuerungen betreffen jedoch nicht nur Neukunden, zusammen mit der Einführung des neuen Portfolios sollen auch zahlreiche primacom Bestandskunden auf die Angebote umgestellt werden. Das Unternehmen informiert Betroffene in diesen Tagen darüber, dass ihre alten Tarife zum 1. März nicht mehr gelten.

Bei einer genaueren Betrachtung ergeben sich jedoch einige offene Fragen. Zum Teil müssen Betroffene nach der Umstellung mehrere Euro mehr bezahlen als bisher, auf Widerrufs- und Sonderkündigungsrechte wird nicht oder nur unzureichend hingewiesen. Welche Folgen diesen haben, bleibt ebenfalls offen.

Verbraucherzentrale warnt vor primacom Preiserhöhung

Das Vorgehen der primacom ruft die Verbraucherzentrale Sachsen auf den Plan, die an der Art und Weise der Preiserhöhung Kritik übt. „Der Anbieter versucht auf diese dreiste Art und Weise den Kunden eine Preiserhöhung aufzudrücken“, erklärt Janine Hartmann von der Verbraucherzentrale Sachsen. „„Betroffene, die mit der Umstellung nicht einverstanden sind, sollten zunächst unbedingt den in den primacom-Schreiben ‚angebotenen‘ Widerspruch einlegen.“

Die Verbraucherschützer stützen sich dabei auf den Grundsatz „Pacta sunt servanda“ – Verträge sind einzuhalten. An diese Leitlinie hätten sich nicht nur Kunden, sondern auch Anbieter zu halten. „Demnach müssen sich die Kunden Preiserhöhungen in einem laufenden Vertrag nur ausnahmsweise unter besonderen Umständen überhaupt gefallen lassen“, heißt es. „Voraussetzung wäre hier eine Bestimmung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters, die Änderungen während der Vertragslaufzeit wirksam regelt. Bei einer wesentlichen Vertragsänderung, von der man bei dieser Preiserhöhung ausgehen kann, ist dem Kunden zudem eine Möglichkeit zur Kündigung einzuräumen. Daran fehlt es in den aktuellen Schreiben der primacom.“

Verbraucherzentrale Sachsen

Die Verbraucherzentrale rät dazu, der Preisanpassung nachweislich, ab besten per Einschreiben, zu widersprechen. „Der Vertrag muss dann von der primacom zu den aktuellen Bedingungen fortgeführt werden. Sollte primacom bei Lastschriftabbuchungen dennoch den neuen Preis einziehen, sollten die Betroffenen eine Rückbuchung veranlassen und nur den alten Preis zahlen.“ Bei Fragen und auftretenden Problemen hilft die Verbraucherzentrale Sachsen unter http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de weiter.


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