Donnerstag, den 03.03.16 11:48

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Roaming-Preise ab April: Aufschlag statt Pauschalbetrag

o2 LTE RoamingRoaming-Preise ab April – Zum 30. April 2016 sinken die Roaming-Gebühren erneut deutlich ab und erreichen einen neuen Tiefstand. Mit der Absenkung verändert die EU jedoch auch die Berechnungsgrundlage. Statt als Maximalpauschale gelten die neuen Konditionen ab April als Aufschlag zum Inlandstarif. Mobilfunkkunden ohne Flat-Tarif sollten das im Hinterkopf behalten.

Roaming-Preise ändern sich

Ab 30. April 2016 sinken die Gebühren für die Kommunikation im EU-Ausland erneut deutlich ab und erreichen einen neuen Tiefstand. Noch bis Ende April gilt für jede abgehende Gesprächsminute ein Maximalpreis von rund 22,61 Cent brutto, eine eingehende Minute schlägt mit 5,95 Cent brutto zu Buche. Eine SMS kostet 7,14 Cent brutto, das Megabyte 23,8 Cent brutto.

In wenigen Wochen wird der Preis auf nahezu einheitlich 5,95 Cent brutto absinken und die deutlich niedrigere Gebühr für eine abgehende Minute und für jedes Megabyte erhoben. Eine SMS kostet dann 2,38 Cent brutto, eine eingehende Minute rund 1,6 Cent brutto. Zu beachten gilt jedoch, dass die neuen Konditionen keine Pauschalgebühren darstellen wie sie bislang zum Einsatz kamen, sondern sich als Aufschläge zum gebuchten Inlandstarif verstehen.

Ab 30. April müssen Reisende in der EU demnach die in Deutschland gültigen Beträge zuzüglich der Roaming-Aufschläge entrichten. Wer in Deutschland bereits einen Flat-Tarif nutzt, zahlt für die Kommunikation im EU-Ausland lediglich die Aufschläge von bis zu 5,95 Cent brutto. Wer hingegen einen Tarif verwendet, bei dem jede Minute oder SMS einzeln berechnet wird, zahlt den in Deutschland gültigen Preis, etwa 9 Cent, plus den jeweiligen Aufschlag. Bei einer SMS demnach in Summe 11,38 Cent brutto, bei einer abgehenden Gesprächsminute 14,95 Cent brutto.

Roaming-Aufschlag statt Pauschale

Den Anbietern und Netzbetreibern steht es frei, die von der EU festgelegten Höchstgrenzen zu nutzen oder eigene, darunter liegende Konditionen anzubieten. Die Aufschläge stellen lediglich das Maximum dessen dar, was erhoben werden darf. Um Kunden mit einem Alttarif, in dem noch vergleichsweise hohe Gebühren für SMS und Minuten fällig werden, nicht zu benachteiligen, hat die EU zudem einen maximalen Wert festgelegt, der für die Kommunikation im EU-Ausland nicht überschritten werden darf.

So darf eine abgehende Gesprächsminute, bestehend aus Inlandstarif und Roaming-Aufschlag, nicht mehr als 22,61 Cent brutto, eine SMS nicht mehr als 7,14 Cent brutto kosten. Für ein Megabyte dürfen nicht mehr als 23,8 Cent brutto erhoben werden. Die Höchstgrenzen entsprechen dem derzeit noch gültigen Roaming-Pauschaltarif und schützen Mobilfunkkunden vor überhöhten Roamingkosten.

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Für die mobile Datennutzung im EU-Ausland gilt auch weiterhin die Datenbremse, die aktiv wird, sobald in einem Monat mehr als 50 Euro netto mit mobilen Datenverbindungen zusammen gekommen sind. In diesem Fall müssen die Anbieter den Zugang sperren und den Kunden über die angefallene Summe informieren. Erst wenn dieser die Anweisung gibt, die Sperre aufzuheben, darf sie entfernt werden.

Die neuen Roaming-Vorgaben treten am 30. April 2016 in Kraft. Im Juni 2017 folgt eine vollständige Abschaffung der Roaminggebühren, zumindest für Normalnutzer. Kunden, die über Gebühr im EU-Ausland kommunizieren, dürfen auch weiterhin mit geringen Beträgen zur Kasse gebeten werden. Ab welcher Nutzung genau und in welcher Höhe, steht jedoch noch nicht fest.


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