Montag, den 30.01.17 13:34

aus der Kategorie: Mobilfunk Gerichtsurteile

Verbraucherschützer verklagen WhatsApp wegen Datensammelei

Whatsapp MessengerVerbraucherschützer verklagen WhatsApp – Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat vor dem Landgericht Berlin Klage gegen WhatsApp eingereicht. Den Verbraucherschützern geht die Datensammelwut des Messengers zu weit, der die Informationen zum Teil an Facebook weitergibt.

Verbraucherschützer verklagen WhatsApp

In der zweiten Jahreshälfte 2016 machte WhatsApp mit der Ankündigung Schlagzeilen, in Zukunft verstärkt persönliche Daten mit Facebook austauschen zu wollen. Die Meldung stieß nicht nur bei Nutzern auf Kritik, sondern rief auch Verbraucherschützer, Datenschützer und die EU auf den Plan.

Wie der Verbraucherzentrale Bundesverband mitteilt, haben die Verbraucherschützer Klage gegen WhatsApp eingelegt und wollen die Datensammelwut des Messengers und die Weitergabe an Facebook unterbinden. Die Klage liegt dem Landgericht Berlin vor und wird nun weiter bearbeitet.

WhatsApp Datensammelwut in der Kritik

„Unsere Marktwächterexperten haben das Fehlverhalten des Anbieters erfolgreich sichtbar gemacht. Nun treffen wir uns vor Gericht wieder“, erklärt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). „Die Verbraucherzentralen haben auch bei anderen digitalen Großunternehmen schon häufig einen langen Atem bewiesen: Ob Facebook, Google, Amazon oder nun WhatsApp, wir verfolgen Rechtsverstöße – notfalls auch über alle Gerichtsinstanzen.“

Insgesamt werden acht Klauseln der im September 2016 angepassten AGB des Messengers kritisiert. Unter anderem stößt den Verbraucherschützern sauer auf, dass sich WhatsApp in diesen das Recht einräumt, ungefragt Werbematerial aus der Facebook-Unternehmensgruppe an seine Nutzer zu übermitteln oder das selbst die Daten von im Telefonbuch gespeicherten Kontakten an das soziale Netzwerk übertragen werden, obwohl diese gar kein WhatsApp verwenden.

WhatsApp: Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch

„Neben dem Unterlassungsanspruch machen wir auch einen Beseitigungsanspruch geltend. WhatsApp soll dafür sorgen, dass die aus unserer Sicht unzulässig an Facebook übertragenen Daten gelöscht werden – vor allem die der Nicht-WhatsApp-Nutzer. Wir verlangen eine entsprechende Bestätigung“, meint Carola Elbrecht, Rechtsreferentin im Marktwächter Digitale Welt beim vzbv. „Facebook hat im Jahr 2014 öffentlichkeitswirksam erklärt, die Nutzerdaten zwischen den beiden Diensten nicht auszutauschen. Darauf haben viele Verbraucher vertraut. Dieses Versprechen hat nicht lange gehalten.“


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