Was ist der vzbv?

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Der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. (vzbv bezeichnet den Dachverband des deutschen Verbraucherschutzes. Dieser agiert in insgesamt 16 Verbraucherzentralen und 25 weiteren Verbänden, die sich im staatlichen Auftrag um die Anliegen von meist privaten Verbrauchern kümmern.

Hilfe für Verbraucher

Die Verbraucherzentralen in Deutschland verfügen vor allem in rechtlicher Hinsicht über mehr Möglichkeiten als vergleichbare andere Organisationen. So können Verbraucher beispielsweise einzelne Forderungen in die Hände der Verbraucherzentrale legen, die diese dann gerichtlich einklagt.

Weitere Bereiche der vzbv

Es ist außerdem möglich, dass die Ansprüche vieler Verbraucher gebündelt werden. Die Verbraucherzentralen sollen Konsumenten jedoch nicht nur vor Gericht vertreten, sondern auch außergerichtlich mit Rat und Tat zur Seite stehen, z.B. indem über Geschäftsbedingungen oder andere Rahmenbedingungen eines Vertrags aufgeklärt wird.

Dienst nicht ganz kostenlos

Obwohl die Verbraucherzentralen in erster Linie durch Steuermittel finanziert werden, stehen die Dienstleistungen den Bürgerinnen und Bürgern nicht kostenfrei zur Verfügung. Gerade bei gerichtlichen Streitigkeiten können hohe Kosten für den Einzelnen entstehen, sodass sich das Einschalten des Verbraucherschutzes nicht in jedem Fall lohnt. Gerade bei einem geringen Streitwert ist ein normaler Rechtsanwalt oft günstiger. Der Verbraucherschutz kann jedoch teilweise auch selbstständig agieren, wenn die Rechte vieler Verbraucher empfindlich eingeschränkt werden.

Verbraucherschutz und die Telekommunikation

In der Vergangenheit sorgte der Verbraucherschutz in Deutschland vor allem im Bereich der Telekommunikation für Schlagzeilen. Vor allem kostenpflichtige Telefondienste standen lange Zeit in der Kritik. Erreichbar waren diese meist über die Vorwahl „0190“, die Anbieter der Dienste verstanden sich aber darin, jene Vorwahl immer besser zu verstecken. Die Verbraucherzentralen in Deutschland konnten jedoch durchsetzen, dass die Telefonnummer der Dienste immer klar ersichtlich bleiben muss. Darüber hinaus müssen die Kosten für ein Gespräch seit einigen Jahren vorher genau durchgesagt werden.

Erfolgreich gegen Dialer-Kampf

Ähnliches gilt für Internet Dialer, die vor allem zu Zeiten von ISDN für viele verärgerte Verbraucher sorgten. Internetverbindungen wurden damals zu einem großen Teil noch per Internet-by-Call realisiert, für eine erfolgreiche Verbindung wurde also per Modem eine bestimmte Telefonnummer angerufen. Mit Programmen, die sich in der Regel ohne Zutun des Nutzers installierten, änderten einige Anbieter den Zugang und die Nutzer riefen eine teure Premium Telefonnummer an. Im Extremfall konnten dabei Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro entstehen. Der Verbraucherschutz sorgte dafür, dass diese Geschäftspraktiken in Deutschland grundsätzlich nicht geduldet werden, in vielen Fällen bekamen Verbraucher auch zu Unrecht gezahlte Rechnungen erstattet.

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