Montag, den 27.05.13 09:10

aus der Kategorie: DSL & Internet, Telekom T-Home

DSL Drosselgrafik: So sorgt die Telekom für weiteren Spott

Vor nicht weniger als vier Wochen sorgte die Deutsche Telekom mit ihren Vorhaben der Flatrate-Drosselung für einen Aufschrei weit über die Grenzen der Branche hinaus. Denn wer in Zukunft mehr als 75 Gigabyte Daten aus dem Netz lädt, muss entweder eine horrende Gebühr bezahlen oder kriecht den Rest des Monats mit mageren 384 KBit/s durchs Internet. Passend dazu hat der rosa Riese nun eine Info-Grafik veröffentlicht, mit der für Aufklärung gesorgt werden soll.

Telekom bleibt stur

Filme oder Musik mit einer Geschwindigkeit von 384 KBit/s aus dem Netz herunterladen? Im Jahr 2013 eigentlich unvorstellbar, doch durch die Telekom bald Realität. Der Plan sorgt für andauernde Kritik unter den Kunden. Abweichen möchte der Bonner-Konzern aber trotzdem nicht. So sagte der Deutschland-Chef Niek von Damme im Gespräch mit der „Welt“:

„Für uns ist das Thema zu wichtig, als dass wir zurückrudern könnten“. Dafür versucht die Telekom nun weiter aufzuklären. Mit der Infoseite zum Thema „Netz der Zukunft“ sollen jegliche Bedenken der Endverbraucher endgültig beseitigt werden. Darin enthalten ist nicht nur ein (vermeintlich) Beispielhaftes Schaubild sondern auch ein Tool mit dem der private Datenverbrauch analysiert werden kann.

400 Fotos und vier Stunden Online-Gaming inbegriffen

Die Zusammenfassung offenbart dem User, was mit seinem 75-Gigabyte-Kontingent anstellen kann. Der Telekom zufolge sind etwa drei HD-Streams pro Monat drin. Darüber hinaus könne man über zwei Stunden Webradio hören, 1000 Webseiten aufrufen, 400 Fotos in hoher Qualität downloaden und sich Wöchentlich mit vier Stunden Online-Spielerei beschäftigen. Aber Achtung: Das Kleingedruckte nicht vergessen. Hier beruft sich die Deutsche Telekom ausschließlich auf Durchschnittswerte.

telekom-schaubild

… und plötzlich schaut alles ganz anders aus.

Der Twitter-User Martin Schmitt hat sich in den vergangen Tagen einmal mit der Info-Grafik beschäftigt und die veranschlagten Werte auf eine vierköpfige Familie umgerechnet. Vergleicht man also nun mal die „neuen“ Zahlen mit denen der ersten Hochrechnung, und lässt die extrem datenhungrigen Services wie Spotify, Maxdome oder Skype außen vor, schaut das Verhältnis recht schnell ganz anders aus. Damit bleiben von den zwei HD-Film-Stunden nur noch drei Minuten pro Familienmitglied übrig – gerechnet auf einen Tag. Abgerundet von acht Minuten Spiele-Vergnügen und mickrigen acht Webseitenaurufen. Leistungsstarkes Internet für alle? Wohl kaum…


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