Donnerstag, den 19.12.13 17:10

aus der Kategorie: Telekom T-Home

Telekom zahlt Ordnungsgeld wegen unerwünschter Zusatzleistungen

Die Telekom wurde erst jüngst von der Verbraucherzentrale Sachen wegen einer LTE-Drossel erfolgreich abgemahnt. Wie jetzt bekannt wurde, verdonnerte ein Gericht die Telekom zu einer Zahlung von 20000 Euro Strafe. Als Grund gelten unerwünschte vertragliche Zusatzleistungen.

Telekom: 20000 Euro Ordnungsgeld

Das Landgericht Bonn hat die Deutsche Telekom zu einem Ordnungsgeld von 20000 Euro verurteilt.  Hintergrund sind kostenpflichtige Zusatzleistungen, die mit Verträgen angeboten werden. Der Verurteilung gingen zahlreiche Beschwerden bei der Verbraucherzentrale Hamburg voraus.

Unzulässige Werbepraktiken

Die Verbraucherzentrale erwirkte diesen Beschluss beim Landgericht Bonn. Der Marktführer bestätigte vielen Kunden nicht beauftragte Tarifänderungen. Im Detail waren das beispielsweise Sicherheitspakete, die nicht bestellt waren. Die Verbraucherzentrale bezog nach dem Urteil Stellung:  „Wir hoffen, dass das Ordnungs­geld den Markt­führer nun endlich dazu bringt, seine unzu­lässigen Werbe­praktiken zu beenden“

Eigenmächtige Tarifumstellung der Telekom

Vertragsabschluss nichtig

© arahan – Fotolia.com

Neben den unerwünschten Sicherheitspaketen wurden Kunden auch in andere Tarife umgestellt. In der aktuellen Pressemitteilung der Verbraucherzentrale würden einige Beispiele von E-Mails veröffentlicht. Es wird dabei sichtbar, dass Telefonate und Kontakte zum Shop der Auslöser für diese ungerechtfertigten Buchungen waren. Telefonische Gespräche mit dem Netzbetreiber werden immer aufgezeichnet, außer man widerspricht während des Gespräches. Betrug lässt sich so nachweisen.

Frau B. per Mail: „In einem Telefonat am 25.07.2011 bot mir ein Telekom Mitarbeiter das Paket Big TV Entertainment an. Ich sagte deutlich, dass ich kein Interesse habe. Dennoch erhielt ich eine mit dem  25.07.2011 datierte Auftragsbestätigung über Big TV Entertainment.”

Auch Shops handelten eigenmächtig

Es gibt auch E-Mail von Kunden, die im Shop betrogen wurden. Hier ist der Nachweis natürlich schwieriger, da sich Optionen und Wechsel auch ohne Unterschrift beauftragen lassen. Shops sollte man daher mit einer Begleitperson aufsuchen, die im Streitfall eine entsprechende Aussage machen kann.

Prämienbetrug durch Mitarbeiter?

Dem fachkundigen Leser dürfte sich die Frage stellen, ob hier der Konzern „organisiert“ handelt oder eher Mitarbeiter auf Provisionen aus sind. In der Vergangenheit wurde oft berichtet, dass Mitarbeiter eigenmächtig handeln und sich am Kunden bereichern. Die recht milde Strafe von 20000 Euro dürfte ein Indiz sein, dass das Gericht nicht den Konzern im Focus sieht.


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