Montag, den 20.01.14 21:00

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Vodafone LTE-Drossel: VZ Sachsen will vor Gericht klagen

Die Verbraucherzentrale Sachsen wird vor Gericht Klage gegen die Vodafone LTE Drossel einreichen. Während die Telekom ihren Call & Surf Kunden zukünftig mehr Datenvolumen gewährt, blieb der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter trotz Abmahnung und mehrerer Fristen stur.

Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet

Die Verbraucherzentrale Sachsen hatte den Mobilfunkanbieter Vodafone im Dezember 2013 wegen unlauterer Werbung für ihr Internetangebot via Funk „LTE Zuhause“ angemahnt. Da der Netzbetreiber der Unterlassungserklärung nicht nachkam will die Verbraucherzentrale nun Klage vor Gericht einreichen.

Vodafone verschleiert Drosselung

Die Unterlassungserklärung, die wir in Sachen LTE-Tarife gefordert haben, hat Vodafone nicht abgegeben. Nun werden sich die Gerichte mit den Tarifen befassen müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung der VZ Sachsen. Aus Sicht der Verbraucherzentrale verschleiere Vodafone bei der Online-Bewerbung  der Vodafone-Tarife LTE Zuhause S, M und L  die Drosselung.

Drosselung der DSL Geschwindigkeit

© WoGi – Fotolia.com

Vodafone ändert LTE Tarifgestaltung

Kurz nach Veröffentlichung der Pressemitteilung hatte Vodafone seine LTE Tarifgestaltung überarbeitet. Bisher waren Informationen zur LTE Drosselung nur in den Fußnoten, welche nur durch scrollen erreichbar waren, zu finden. Erst hier erfolgte eine Information, über die Drosselung auf maximal 384 Kbit/s nach Verbrauch des Highspeed-Volumens, an die Verbraucher.

Drosselung jetzt in Tarif-Info

Zusätzlich zum monatlich inkludierten Highspeed-Volumen, sind auf der Vodafone-Webseite nun auch Informationen zur Drosselung in der Tarif-Info ersichtlich. Dazu hat Vodafone den Text „nach Verbrauch des Highspeedvolumens max. 384 Kbit/s“ direkt in der Tarif-Info ergänzt.

Kann Vodafone Klage entgehen?

Ob Vodafone die Klage der Verbraucherzentrale mit der Änderung der Tarifgestaltung abwenden kann ist allerdings fraglich. Denn neben der unlauteren Werbung sollte in einem Gerichtsverfahren auch ermittelt werden, inwieweit eine Drosselung auf ein Zehntel der ursprünglichen Surfgeschwindigkeit überhaupt zulässig sei. Mit einer maximalen Bandbreite von 384 Kbit/s ist eine normale Internetnutzung heutzutage nicht mehr möglich. Die Drosselung trifft daher sehr viele Verbraucher, die auf das Angebot via Funk angewiesen sind.

Telekom unterzeichnet Unterlassungserklärung

Im Gegensatz zu Vodafone hatte die Telekom eine Unterlassungserklärung in gleicher Sache abgegeben und verzichtet seit dem 5. Dezember auf das Wording „Flatrate“. Außerdem erhalten Bestandskunden (Kunden vor dem 5. Dezember) pro Monat zusätzlich 30 GB Datenvolumen. Die Telekom ließ zunächst mehrere Fristen verstreichen und gab zum Ende der letzten Frist nach.


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