Mittwoch, den 19.02.14 09:27

aus der Kategorie: Telekom T-Home

Telekom: G.fast-Standard bringt Kupferleitungen auf 1,3 Gbit/s

Die Deutsche Telekom wird noch im Jahr 2014 einen neuen Standard testen. Durch den “G.fast-Standard” sind unter Laborbedingungen bis zu 1,3 Gbit/s möglich.

Telekom: Mit G.fast günstig zum Kunden

Der Druck auf die klassischen DSL-Anbieter steigt an. Die Kabelanbieter realisieren bei vielen Kunden problemlos Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr. Der Trend geht zu Kombiangeboten aus einer Hand: Internet, Telefon und TV. Hier hängen die klassischen Anbieter noch zurück, nur die Telekom bietet entsprechende Pakete an. Glasfaser gilt als digitale Zukunft, ist aber teuer. Durch kostengünstiges G.fast soll der Umstieg hinausgezögert werden.

G.fast im Labor 1,3 Gbit/s

Die mögliche theoretische Power von G.fast ist beachtlich. Unter Laborbedingungen bei 70 Metern Leitungslänge sind Bandbreiten von 1,3 Gbit/s möglich. Die ersten Feldtests sollen in diesem Jahr starten und zur baldigen Marktreife führen. “G.fast wird für die Telekom eine wichtige Technologie zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit”, sagte Bruno Jacobfeuerborn, Chief Technology Officer der Telekom.

Telekom LogoKoexistenz zu VDSL2

“G.fast bietet die Geschwindigkeit von Glasfasern und ist so leicht zu installieren wie ADSL2. Diese Lösung ist für die Konsumenten wie für die Service-Provider gleichermaßen attraktiv, kann mit VDSL2 koexistieren und FTTH ergänzen.”, wie Les Brown von der International Telecommunication Union (ITU) erklärte. “Vom Konzept her ist es vergleichbar mit DSL, wobei aber wesentlich höhere Frequenzen für die Übertragung der Daten hergenommen werden. Das heute handelsübliche VDSL2 der Deutschen Telekom nutzt beispielsweise Frequenzen bis 17 MHz, bei G.fast sind Frequenzen bis 212 MHz im Gespräch.”

Nachfolger von VDSL-Vectoring

Der neue G.fast-Standard könnte als Nachfolger von VDSL-Vectoring genutzt werden. Die neue Technik wird vor allem für Mehrparteienhäuser konzipiert, mit einer Leitungslänge von 100 Metern. Die Telekom rechnet mit einer Bandbreite von 500 Mbit/s. Technologiehersteller wie Huawei oder Alcatel geben Grund zu Hoffnung, dass die möglichen Bandbreiten auch über 500 Mbit/s liegen können.

Glasfaser (noch) zu teuer

Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) untersuchte die Anschlussgebühren. Ein kompletter VDSL-Vectoring Anschluss kostet 550 Euro, ein Glasfaser VDSL Anschluss hingegen schon 2400 Euro.

Konkurrenten der Telekom verlegen eigene Glasfaserleitungen bis zum Kunden, um sich teure Leitungsmieten zu sparen. Doch spätestens ab 2020 will auch die Telekom erneut ins Netz investieren und auf Glasfaser umrüsten. Die aktuellen Vectoring-Anschlüsse lassen sich nachträglich umrüsten.


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (0)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

Kommentare zu Telekom: G.fast-Standard bringt Kupferleitungen auf 1,3 Gbit/s

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum