Donnerstag, den 04.12.14 12:36

aus der Kategorie: Microsoft

Skype: Microsoft untersagt Gemeinde Büsingen den Messenger

Büsingen SkypeIn den geänderten Nutzungsbedingungen teilt der zu Microsoft gehörende Messenger-Dienst Skype mit, dass die deutsche Gemeinde Büsingen ab 2015 nicht mehr zur Nutzung berechtigt ist. Als Grund gibt das Unternehmen die geografische und rechtliche Sonderstellung des Ortes an und bezieht sich auf die besonderen Umsatzsteuerregelungen der deutschen Exklave.

Skype in Büsingen nicht nutzbar

Die Welt im Jahre 2014, Skype ist überall verfügbar und kann zur Kommunikation verwendet werden. Glaubt man zumindest, das Örtchen Büsingen am Hochrhein wird ab 2015 auf die Nutzung des Messengers verzichten müssen. Skype stellt in seinen geänderten Allgemeinen Geschäfts- und Nutzungsbedingungen klar, dass Büsingen nicht mehr auf Skype-Dienste zugreifen kann.

Als Grund gibt das Unternehmen die zum 1. Januar 2015 Inkrafttretende Änderung des „Europäischen Gesetzes zur Mehrwertsteuer“ an, die im neuen Jahr vorsieht, den jeweils im Land gültigen Mehrwertsteuersatz heranzuziehen. Bislang erhob Skype die Umsatzsteuer nach Maßgabe Luxemburgs, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Der Benelux-Staat fordert 15 Prozent Steuer ein, in Deutschland sind es 19 Prozent.

An dieser Stelle beginnt das Problem Büsingens. Das Örtchen mit knapp 1.400 Einwohnern gehört offiziell zum Bundesland Baden-Württemberg und ist dem Landkreis Konstanz zugeordnet. Allerdings liegt es de Facto auf Schweizer Staatsgebiet und ist komplett von dem Alpenland umschlossen, Büsingen bildet eine Exklave Deutschlands in der Schweiz.

Büsingen SkypeExklave Büsingen ohne Skype

Bei den Büsingern ist durch die Sonderstellung einiges anders als hierzulande. Die offizielle Währung ist beispielsweise der Schweizer Franken, Renten und Co. werden jedoch in Euro ausgezahlt. Und obwohl Büsingen zu Deutschland gehört, nutzt der Ort das Steuersystem der Schweizer. Von der Mehrwertsteuer ist die Exklave nach Richtlinie 2006/112/EG befreit.

Skype bietet seinen Nutzern jedoch keine Mehrwertsteuerbefreiung an, ergo wird der Dienst in Büsingen gar nicht erst zur Verfügung stehen. In den neuen AGB heißt es dazu unter Punkt 8.4: „Wir haben zudem klargestellt, dass Skype-Produkte nicht für Benutzer in Büsingen und der Region Büsingen verfügbar sind.“


Werde jetzt Mobilfunk-Talk Online-Redakteur

Jetzt kommentieren (1)

Zur Diskussion im Forum:

Tipp: Nur für kurze Zeit - Callya Freikarte oder o2 Freikarte oder BASE SIM-Karte oder Telekom Freikarte kostenlos bestellen!

1 Kommentar zu Skype: Microsoft untersagt Gemeinde Büsingen den Messenger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Profilbilder bei Gravatar
Startseite | Datenschutz | Impressum