Samstag, den 20.12.14 11:00

aus der Kategorie: TMobile

T-Mobile USA muss Millionen-Strafe für Abo-Abzocke zahlen

t-mobile usDer US-amerikanische Netzbetreiber T-Mobile hat sich mit der Aufsichtsbehörde FTC darauf geeinigt, einen hohen zweistelligen Millionenbetrag an Entschädigung und Strafen zu zahlen. Dem Telekommunikationskonzern wird vorgeworfen, Kunden bewusst mit Abo-Fallen betrogen und diese ohne deren Wissen abgerechnet zu haben.

T-Mobile USA mit Abzock-Vorwurf

Die Wettbewerbshüter der FTC hatten T-Mobile USA im Juli verklagt und dem Unternehmen Betrug vorgeworfen. Der Telekommunikationskonzern soll Kunden bewusst abgezockt und an unerwünschten Premium-Diensten mitverdient haben. Die beiden Parteien einigten sich auf eine Entschädigungssumme von 90 Millionen US-Dollar.

Die abgemahnte Praxis ähnelt der, die auch in Deutschland lange Jahre für Verärgerung sorgte. Abo- und Premiumdienste buchen sich auf, ohne dass der Kunde es bemerkt oder autorisiert. Die wöchentlichen oder monatlichen Gebühren werden im Anschluss über die Mobilfunkrechnung abgebucht, auch wenn der Dienst nie in Anspruch genommen wurde. In der Vergangenheit versteckten sich Abo-Fallen häufig in den Werbebannern von Apps und Anwendungen. Tippte der Nutzer ungewollt auf die Einblendung, aktivierte sich im Hintergrund automatisch ein Abo und wurde in Rechnung gestellt.

In Deutschland schieben die Netzbetreiber häufig jede Schuld von sich und verweisen auf den jeweiligen Abo-Anbieter. Auch bereits entrichtete Gelder müssen über diesen reklamiert werden. In den USA zieht die FTC nun T-Mobile selbst heran. Das Unternehmen hatte die teuren Premium-Dienste in Rechnung gestellt, ohne dass die Betroffenen etwas davon wussten, und an der Betrugsmasche mitverdient.

T-Mobile USAMillionen-Strafe für Abo-Abzocke

In den Vorwürfen der FTC heißt es, T-Mobile USA habe die unerlaubt gebuchten Abo-Fallen bewusst auf den Rechnungen versteckt und ihre Existenz verschleiert. Abo-Dienste werden in den USA in der Regel monatlich in Rechnung gestellt und mit etwa 10 Dollar abgerechnet. Die Telekom hat laut FTC zwischen 35 und 40 Prozent der Gelder erhalten und an der Abzocke mitverdient.

Rund 90 Millionen US-Dollar muss das Unternehmen nun an Betroffene zurückzahlen. Knapp 68 Millionen Dollar erhalten die Geschädigten als Ausgleich für die unerlaubt aufgebuchten Abo-Dienste, weitere 18 Millionen Dollar gehen an die Regierungen der US-Bundesstaaten. An das Finanzministerium muss T-Mobile zudem eine Strafe in Höhe von 4,5 Millionen Euro zahlen.


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