Mittwoch, den 04.03.15 17:02

aus der Kategorie: Mobilfunk

EU: Roaminggebühren bleiben vorerst bestehen

Freies BildVor gut einem Jahr verständigten sich die Mitglieder des EU-Parlaments auf eine baldige Abschaffung der Roaminggebühren in den Ländern des Kontinents. Der Stichtag wurde halboffiziell auf den 15. Dezember 2015 festgelegt. Wie die EU mitteilt, wird es in absehbarer Zeit keine Abschaffung der Gebühren geben, die zuständigen Parteien werden frühestens 2018 über eine endgültige Entscheidung beraten.

EU diskutiert über Roaminggebühren

Die innerhalb der EU erhobenen Roaminggebühren für die Nutzung mobiler Dienste beschäftigen seit Jahren das zuständige Parlament in Brüssel. Seit 2007 sinken die Gebühren für Gespräche, SMS und das mobile Internet im Ausland immer weiter ab und liegen zum Teil deutlich unter dem Standardpreis, der im Inland erhoben wird.

Im April 2014 einigten sich die Mitglieder des EU-Parlaments auf eine baldige Abschaffung der Roamingkosten und legten das Ende der zusätzlichen Gebühren fest. Bis 15. Dezember 2015 wollte man die Kosten, die zum 1. Juli 2014 erneut gesunken sind, endgültig abschaffen. Doch um den Vorstoß wurde es schnell ruhig, nicht jede der beteiligten Parteien konnte sich mit dem Vorschlag anfreunden.

Noch im Dezember 2014 gab man verhalten zu bedenken, die Abschaffung der Gebühren könnte zu höheren Mobilfunkpreisen im Inland führen oder die Preisstruktur der Tarife erhöhen. Der EU-Ministerrat konnte sich lange Zeit nicht zu einer endgültigen Entscheidung durchringen und wog stetig die Vor- und Nachteile ab.

EU-Roaminggebühren bleiben vorerst bestehen

In einer Pressemitteilung geben die Minister der EU-Mitgliedsstaaten bekannt, vorerst nicht auf Roaminggebühren verzichten zu wollen. Nach wie vor herrsche den Angaben zufolge große Unklarheit über den weiteren Werdegang, die Meinungen sind offenbar stark gespalten. Die aktuelle Entscheidung muss nun vom Europaparlament ratifiziert werden.

© olly - Fotolia.com

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Trotz des Vetos gegen die Abschaffung der Gebühren sehen die Pläne weiterhin sinkende Roamingkosten vor. Statt der derzeit gültigen Minutenberechnung könnte es in Zukunft eine Art Flatrate-Modell geben, das jedem Nutzer erlaubt, bis zu einer bestimmten Grenze im Ausland zu telefonieren, zu simsen und zu surfen. Erst wenn die Schwelle überschritten würde, sollen die Anbieter und Netzbetreiber zusätzliche Gebühren erheben dürfen. Für diese werden ebenfalls strenge Regeln festgelegt, die Gebühren sollen noch einmal deutlich unter den jetzigen Werten liegen.

Nach der Umsetzung wird man den Angaben zufolge den Markt einige Zeit beobachten und Mitte 2018 besprechen, welche weiteren Maßnahmen zur Regulierung sinnvoll erscheinen. Auf lange Sicht sieht die EU den Ausstieg aus den Roaminggebühren vor, wird die Pläne nach derzeitigem Stand jedoch erst nach 2018 umsetzen.


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