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Kabel Deutschland kündigt Mobilfunkvertrag im o2-Netz [Update]

kabel-deutschland-o2Derzeit häufen sich die Meldungen über ein Schreiben, dass Vodafone derzeit an Bestandskunden mit einem Mobilfunkvertrag von Kabel Deutschland verschickt. In dem Infobrief kündigt Vodafone wichtige Änderungen zu bestehenden Verträgen im o2-Netz an. Auch Alt-Kunden von Arcor mit Verträgen im Vodafone-Netz erhalten den Infobrief. Mobilfunk-Talk hat sich eine erste Stellungnahme der Kabel Deutschland Pressestelle eingeholt. [Update] Inzwischen erhielt unsere Redaktion auch eine Antwort bezüglich den Info-Schreiben an Arcor-Kunden.

Kabel Deutschland kündigt Vertrag mit o2

Seit dem 1. April 2014 gehört der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland offiziell zu Vodafone. Bereits seit dem letzten Jahr sind Produkte von Kabel Deutschland auch in Vodafone-Shops verfügbar und umgekehrt. Inzwischen vertreiben beide Marken auch Gemeinschaftsprodukte im Kabel- und Vodafone-Netz, weshalb die Kooperation mit dem Netzbetreiber o2 nicht mehr länger nötig ist.

In einem Infobrief mit dem Betreff “Wichtige Informationen zu Ihrem Mobilfunkvertrag bei Kabel Deutschland”, welches unserer Redaktion vorliegt, kündigt Vodafone das Ende der Kooperation mit o2 zum 30. April 2015 an. Weiter heißt es im Schreiben, dass Vodafone ab dem 1. Mai 2015 exklusiver Mobilfunk-Partner von Kabel Deutschland wird und sich für die Adressaten wichtige Änderungen als Mobilfunkkunde ergeben. Gleichzeitig bietet Vodafone mit dem Schreiben alternative Angebote zum bestehenden Vertragsverhältnis. Für Kunden wurde unter der Nummer 0800 203 03 05 außerdem eine spezielle Beratungs-Hotline eingerichtet.

vodafone-kabel-deutschlandÜbergangszeit für Kunden mit o2-Vertrag

Obwohl eine Ende der Kooperation zwischen Kabel Deutschland und o2 bereits feststeht, werden im Online-Shop weiterhin Tarife mit einer 24-monatigen Laufzeit im o2-Netz vermarktet. Wie es von der Kabel Deutschland Pressestelle heißt, sind die Produkte im o2-Netz aus “vertraglichen Gründen” weiterhin bestellbar, denn der Dienstanbietervertrag mit Telefónica Deutschland endet erst zum 30. April 2014.

Zur Frage, was mit Bestandskunden ab dem 1. Mai 2015 passiert, äußert sich Pressesprecherin Kathrin Wittman wie folgt: “Nach dem 30. April  beginnt ein Übergangszeitraum. Dann werden wir rechtzeitig nochmals auf die Mobilfunkkunden von Kabel Deutschland zugehen, um sie über den weiteren Ablauf zu informieren und ihnen weitere Alternativen vorzuschlagen. Im Übergangszeitraum können die Endkunden weiterhin wie gewohnt telefonieren und die Mobilfunkleistungen nutzen.”

Zwar können auch Telekommunikationsanbieter ihre Verträge einseitig kündigen (siehe All-IP Umstellung der Telekom), dennoch müssen diese wie Kunden ebenfalls Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen berücksichtigen. Schließt beispielsweise ein Kunden am 30. April 2015 einen Vertrag bei Kabel Deutschland mit 24-monatiger Laufzeit im o2-Netz ab, so darf dieser fristgemäß frühestens am 30. April 2017 enden. Auch o2 wird daran gelegen sein, möglichst lange die bisherigen Bestandskunden in seinem Netz zu halten. Zum 30. April 2017 werden wohl die letzten Kunden im o2-Netz eine Kündigung erhalten und ab dem 1. Mai alle Kabel Deutschland Kunden im Vodafone-Netz telefonieren und surfen.

Was sollen Bestandskunden im o2-Netz tun?

Zunächst einmal müssen Bestandskunden auf das allgemeine Infoschreiben überhaupt nicht reagieren und sollten sich nicht von der Hotline verunsichern lassen und in teure Verträge drängen lassen. Viele der betroffenen Kunden haben beispielweise zu ihrem Kabel-Basis-Tarif einen o2 Vertragstarif ohne Grundgebühr gebucht, mit diesem können sie bisher kostenlos innerhalb des Kabel Deutschland Netzes und zu anderen Kabel Deutschland Mobilfunkanschlüssen telefonieren.

Sollte sich dieser Tarif automatisch monatlich verlängern, so müssen diese allerdings ab dem 1. Mai 2015 mit einer Kündigung rechnen und sollten sich schon vorab über Alternativen informieren. Verlängert sich der Tarif dagegen automatisch jährlich, wie z.B. bei einer Datenflat mit fixer monatlicher Grundgebühr, so kann eine Zwangskündigung frühestens zum Ende der Vertragslaufzeit erfolgen. Günstige Alternativen finden Betroffene beispielsweise in unserem aktuellen Smartphone-Tarif-Vergleich oder Prepaid-Tarif-Vergleich.

Vodafone will sich Arcor Alt-Verträgen entledigen

Wie Mobilfunk-Talk herausfand, wurde das Schreiben nicht nur an Mobilfunkkunden im o2-Netz versendet, sondern auch nachweislich an Alt-Kunden mit einem Arcor-Vertrag im Vodafone-Netz. Anscheinend möchte sich Vodafone im gleichen Zug auch der ungeliebten Mobilfunk-Alt-Verträge von Arcor entledigen. Auf unsere Nachfrage, warum das Infoschreiben auch an Arcor-Kunden im Vodafone-Netz versendet wird, erhielten wir folgende nicht ganz nachvollziehbare Antwort:

Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um ein Missverständnis seitens der Kunden handelt. Kunden, die einen Mobilfunk-Vertrag von Kabel Deutschland ohne feste Mindestvertragslaufzeit und ohne monatliche Grundgebühr gebucht haben und diesen nicht bei uns gekündigt haben, werden bei uns im System nach wie vor als Mobilfunk-Kunden geführt. Vermutlich haben diese Kunden in der Zwischenzeit längst einen Mobilfunk-Vertrag bei einem anderen Anbieter abgeschlossen (zum Beispiel Arcor) und sind sich nicht mehr bewusst darüber, dass sie Mobilfunk-Angebote von Kabel Deutschland ohne feste Mindestvertragslaufzeit und ohne monatliche Grundgebühr genutzt haben. Wir nehmen an, dass diese Kunden nun das Ihnen vorliegende Anschreiben von Kabel Deutschland erhalten haben. Wir empfehlen diesen Kunden zur Sicherheit, beim Mobilfunk-Kundenservice ihren Vertragsstatus bei Kabel Deutschland zu prüfen. Sollte das vorher beschriebene Szenario zutreffen, müssen sie nichts weiter unternehmen und können das Schreiben ignorieren.

Scheinbar unterlief einem für das Schreiben verantwortlichen Mitarbeiter bei der Selektion des Kundenstamms ein Fehler. Mit dem aktuellen Schreiben möchte Vodafone Kunde ohne rechtliche Handhabe in neue bzw. teurere Mobilfunkverträge drägen. Spätestens Anfang Mai ist mit einem weiteren Schreiben zu rechnen.I

Sobald uns weitere Informationen vorliegen, werden wir entsprechend darüber berichten.


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7 Kommentare zu Kabel Deutschland kündigt Mobilfunkvertrag im o2-Netz [Update]

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  1. bmanns@kabelmail.de schrieb am 03.07.2015 um 13:40

    Hallo,­

    ich bekam am 27.06.15 einen Anruf von einer V­ertriebsgesellschaft Kabeldeutschland/Vo­dafone, man teilte mir telefonisch mit d­as mein Mobilvertrag über KD zum 31.07.­15 gekündigt wird und ich jetzt aus eine­m Angebot von Vodafone wählen soll!?
    KD hab ich angeschrieben, bisher keine Antwort.

    • Thomas Scheckenbach schrieb am 03.07.2015 um 13:49

      Hallo,

      generell ist es sehr ratsam nicht auf Telefon-Offerten zu reagieren. Nur wenn sie eine schriftliche Kündigung in der Hand haben ist überhaupt etwas zu tun.

      Das ganze hat oft System und der sogenannte “Vertrieb” will Bestandskunden in neue Verträge drängen. Ich bin mir sicher, dass dieser Anruf nicht direkt von Kabel Deutschland ist und sie auch nicht autorisiert sind, ihren Vertrag zu kündigen. Am Ende kann es manchmal sein, dass der Kunde zwei Verträge statt einen zahlen muss.

      Also IMMER etwas schriftliches abwarten und nicht auf den Telefonvertrieb irgendwelcher Agenturen reinfallen.

  2. Volkmar Dimpfl schrieb am 16.03.2015 um 16:40

    Ich denke, dass auch o2 ein Interesse an den Mobilfunkkunden von KD hat. Vielleicht kommt da irgendwann ein gutes Angebot. Wäre auch bezüglich der Rufnummer die einfachste Löseung.

  3. Maria schrieb am 16.03.2015 um 10:38

    Mir geht es genauso. Habe für mich und meinen Sohn Basisverträge damit wir kostenlos miteinander telefonieren können. Ich fühl mich durch den Brief total verunsichert und weiß gar nicht was ich machen soll. Ich will keine Verträge mit Grundgebühr. Ich kann mir nicht vorstellen ne bessere Alternative zu finden als wie das was ich jetzt habe.

    • Thomas Scheckenbach schrieb am 16.03.2015 um 10:57

      Nix machen, steht doch klar im Artikel. Ohne eure freiwillige Einwilligung wird es keinen Netzwechsel geben.
      Anscheind hat Vodafone mit diesem Brief genau das erreicht, was sie wollten – die Leute zu verunsichern.

      Das Schreiben hat überhaupt keine rechtliche Bedeutung, darüber solltet ihr euch im Klaren sein.

      Gruß

  4. Matthias schrieb am 13.03.2015 um 12:49

    Interessant dürfte sein, ob Kabel Deutschland bzw. Vodafone eine Gebühr für die Übertragung der Rufnummer für Kunden verlangt, wenn diese zu einem anderen Anbieter wechseln wollen. Ich habe damals zu KD gewechselt weil wir innerhalb der Familie kostenlos telefonieren wollten. Dazu habe ich den Basistarif gewählt. Das betrifft immerhin 4 Rufnummern.

    • Thomas Scheckenbach schrieb am 13.03.2015 um 12:52

      Hallo Matthias,
      in der Regel verlangen leider alle Anbieter eine Gebühr für die abgehende Rufnummer. Dafür gibt es beim neuen Anbieter meist einen Bonus in Höhe von 25 Euro für die Rufnummernmitnahme.

      Ich denke aber, dass man hier evtl. mit Kabel Deutschland verhandeln könnte. Dennoch solltest du lieber deinen Basis-Tarif so lange wie möglich behalten. Die beworbenen Tarife sind nicht gearde die günstigsten und es gibt bessere Alternativen.

      Gruß Thomas

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