Sonntag, den 31.05.15 15:46

aus der Kategorie: Mobilfunk

Datenverbrauch deutscher Mobilfunkunden steigt rapide

bitkom-mobiles-datenvolumen-2015Der Datenverbrauch deutscher Mobilfunkkunden ist laut den Branchenverband BITKOM im Jahr 2014 rapide angestiegen. Auch für das Jahr 2015 wird mit einem deutlichen Anstieg des mobilen Datenvolumens gerechnet.

Datenverbrauch steigt seit 2007 rapide

Seit der Einführung des iPhones Ende 2007 hat sich das Nutzungsverhalten deutscher Mobilfunkkunden stark verändert. Laut dem Branchenverband BITKOM wird das Internet von mehr Smartphone-Besitzern genutzt als von Nutzenr von stationären PCs. Die starke mobile Datennutzung hat dazu geführt, dass sich der Datenverbrauch seit dem Jahr 2007 verhundertfacht hat.

Der Mobilfunkmarkt befindet sich schon länger im Umbruch, die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefonica (o2 und E-Plus) bauen ihre UMTS- und LTE-Netze deshalb kontinuierlich weiter aus. Dies ist auch dringend nötig, nach einem geschätzten mobilen Datenverbrauch von 370 Millionen Gigabyte im Jahr 2014 wird 2015 mit 480 Millionen Gigabyte gerechnet.

Mehr Einnahmen durch Daten statt Telefonie

Für die Mobilfunkanbieter wird das 2015 ein markantes Jahr. Nach ersten Prognosen des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien, sollen die Datentarife in diesem Jahr erstmals mehr Geld in die Kassen spülen als die Sprachtelefonie. Beim Netzbetreiber Telefónica Deutschland war dieser Wendepunkt bereits Ende 2014 erreicht.

Für das laufende Jahr erwarten die BITKOM Marktforscher Service-Umsätze in Höhe von 20 Milliarden Euro. (Unter Service-Umsatz bezeichnet man die Einnahmen, die Mobilfunkanbieter durch Dienste wie Sprache, SMS oder Datenübertragung generieren.) Laut den Prognosen sollen 10,3 Milliarden Euro (+6,3 Prozent) davon alleine durch Datendienste verdient werden. Der Anteil am Service-Umsatz würde dann 51,5 Prozent ausmachen.

sprache-daten-umsatz-bitkom

Weniger Umsätze bei großen Netzausbau

Während die Datenumsätze in den letzten Jahren stark angestiegen sind, gehen gleichzeitig die Umsätze mit Voice-Diensten zurück. Im Jahr 2015 soll der Umsatz um acht Prozent von 10,6 auf 9,7 Milliarden Euro sinken. Aus diesem Grund rechnen Analysten mit einem Rückgang des gesamten Service-Umsatzes von 300 Millionen Euro. Im Jahr 2014 lag dieser noch bei 20,3 Milliarden Euro.

Obwohl sich das Datenvolumen vom Jahr 2007 mit 3,7 Millionen Gigabyte bereits 2009, zwei Jahre später auf 33 Millionen Gigabyte verneunfacht hatte, steigen die Einnahmen weitaus weniger rasant. So haben sich die Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro (2007) auf 7,5 Milliarden Euro (2014) gerade einmal verfünffacht. Für die Netzbetreiber ist die Monetarisierung der Datennutzung daher nach wie vor ein schwieriger Spagat.


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