Mittwoch, den 05.08.15 16:02

aus der Kategorie: TMobile, TopNews

Wegen Stagefright: Telekom stellt MMS-Empfang ein

Android StagefrightSeit einigen Tagen macht die Sorge vor der Stagefright-Sicherheitslücke die Runde, von der rund 95 Prozent aller Android-Smartphones betroffen sind. Da das Leck mit Hilfe einer simplen MMS ausgenutzt werden kann, verzichtet die Deutsche Telekom vorerst auf die Übertragung der Multimedia-Nachrichten und stellt den Dienst teilweise ein.

Stagefright bedroht Android-Smartphones

Bereits im April diesen Jahres hatten die Zimperium zLabs-Sicherheitsexperten rund um Joshua Drake Google über eine massive Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem informiert. Das Leck ist so groß, dass rund 95 Prozent aller Android-Geräte davon betroffen und über die Schwachstelle angreifbar sind.

Als Einfallstor für Betrüger und Hacker dient ein simples Video mit Exploit-Daten, welches per MMS versendet wird. Wird diese MMS über eine Nachrichten-App geöffnet, wird der Schadcode ausgeführt, das Abspielen des Videos selbst ist nicht notwendig. Noch gefährdeter sind Nutzer des Google-Programms Hangouts. Da die Anwendung die Inhalte der Nachricht automatisch herunterlädt, muss sie nicht einmal mehr geöffnet werden, um den Schaden anzurichten.

Theoretisch sind mit dem Exploit-Codes verschiedene Szenarien möglich, um beispielsweise Daten abzugreifen oder das Smartphone in eine Wanze zu verwandeln, mit der Video- und Ton-Mitschnitte möglich sind. Auch auf Bilder, Dateien, die Bluetooth-Schnittstelle und weitere Komponenten könnten Dritte zugreifen. Wird die Nachricht so programmiert, dass sie sich nach ihrer Ausführung automatisch löscht, bemerken Android-Nutzer den Angriff nicht einmal.

Telekom stellt MMS-Empfang ein

Um die eigenen Kunden vor dem Stagefright-Leck zu schützen, stellt die Deutsche Telekom den MMS-Empfang netzseitig ein. Der Download wird vorerst nicht mehr automatisch ausgeführt, sondern steht nur noch manuell zur Verfügung. Geht eine MMS bei einem Telekom-Kunden ein, wird dieser per SMS informiert und kann die Nachricht binnen drei Tagen online abrufen. Die Telekom warnt jedoch davor, dass der Inhalt noch immer schadhaft sein kann und nicht unvorsichtig gedownloadet und geöffnet werden sollte.

Telekom Zentrale

Auch weist das Unternehmen daraufhin, dass die Sicherheitsvorkehrung dem allgemeinen Schutz der Kunden dient und kein reines Telekom-Problem darstellt. „Dies ist kein Telekom-spezifisches Problem. Alle Android-Geräte können hiervon betroffen sein – unabhängig vom Netzbetreiber. Betroffen sind Mediendateien – egal über welchen Weg diese empfangen werden (MMS, WhatsApp, Hangouts, Facebook, Youtube etc.). Der kriminelle Zugriff erfolgt über geöffnete Mediendateien (Audio, Video, Foto), die über alle Services auf das Gerät gelangen können. Die Schadsoftware kann sich dann über Adressbuchkontakte weiter verbreiten.“


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