Freitag, den 19.02.16 14:12

aus der Kategorie: Vodafone

Vodafone eSIM: So funktioniert das neue Simkartenformat

Vodafone eSIMVodafone eSIM – Ab März wird es bei Vodafone ein neues Simkartenformat geben, welches auf einen wechselbaren Chip verzichtet und die digitale Bespielung mit Simkartenprofilen möglich macht. Die Übertragung findet dabei über das Internet statt und soll das Wechseln und Zuschneiden der Karte bei einem Gerätewechsel obsolet machen.

Vodafone eSIM ab März

Mit der Smartwatch Samsung Gear S2 classic 3G kommt am 11. März 2016 das erste Gerät mit eSIM auf den deutschen Markt und wird über den Düsseldorfer Netzbetreiber Vodafone zur Verfügung stehen. Vodafone ist damit der erste Anbieter, der hierzulande auf das neue, nicht unkritisch beäugte, Simkartenformat setzt. Konkurrent o2 will mit dem gleichen Gerät im April 2016 nachziehen und ebenfalls das Zeitalter der eSIM einläuten.

Anders als bei einer klassischen Simkarte muss der Mobilfunkchip in eSIM-Geräte nicht mehr manuell eingelegt oder gewechselt werden. Der Chip ist fest im Gerät verbaut und kann nicht ausgetauscht werden, dadurch entfällt der bei einem Gerätewechsel häufig notwendige Simkartentausch, das Zurechtschneiden einer zu großen Karte auf kleinere Formate und mögliche Zerstörungen durch einen unsachgemäßen Umgang.

Der Mobilfunkmarkt kennt mittlerweile drei verschiedene Simkartentypen. Das bis vor einigen Jahr genutzte Format Standard wurde von der MicroSIM nahezu abgelöst, seit einiger Zeit verbreitet sich ein weiterer kleinerer Standard in den Geräten, die sogenannte NanoSIM. Mit der eSIM sollen die Probleme zu kleiner oder zu großer Formate der Vergangenheit angehören.

So funktioniert die Vodafone eSIM

Die Vodafone eSIM basiert auf einem von klassischen Simkarten bekannten SIM-Chip, einem Speichermodul, welches fest im Gerät verbaut ist. Dieser Chip wird nach Aktivierung des Mobilfunktarifes mit den Informationen des Kunden bespielt und in Betrieb genommen. Zu diesem Zweck erhalten Käufer ein Schreiben mit den bereits bekannten PIN- und PUK-Codes sowie eine spezielle eSIM Aktivierungscode-Karte mit einem QR-Code. Dieser wird mit der Kamera des Smartphones abfotografiert, welches im Anschluss die enthaltenen Informationen auswertet und das passende Nutzerprofil aus dem Internet herunterlädt.

Steckt die eSIM in einem Smartphone wird das Profil nun auf diese übertragen und der Chip aktiviert. Wird die eSIM in einem Gerät ohne Kamera, etwa einem Fitnesstracker oder einer Smartwatch, genutzt, findet die Übertragung per Bluetooth statt. In beiden Fällen wird die eSIM nur mit dem persönlichen Nutzerprofil beschrieben und ist im Anschluss wie eine normale Simkarte einsatzbereit. Die Aktivierung neuer Profile oder der Wechsel zu einem anderen ist binnen weniger Augenblicke abgeschlossen.

Im Alltag wird sich für Smartphone-Nutzer kein Unterschied zu einer regulären Simkarte ergeben. Der eingebaute Mobilfunkchip übernimmt die Koordination im Netz, überträgt und empfängt Anrufe, SMS und Datenverbindungen und kann wie ein physischer Chip genutzt werden.

eSIM ähnlich sicher wie klassische Simkarte

Auch in Sachen Sicherheit steht die eSIM der klassischen Simkarte in nichts nach. Im Zuge der Installation findet ebenfalls eine Verschlüsselung statt, die auf asymmetrische Verfahren und Ende zu Ende-Paremetern zwischen dem Chip und den Vodafone-Servern basiert. „Jedes Gerät kann dabei nur das ihm zugewiesen eSIM-Profil entschlüsseln und installieren“, erklärt Vodafone. „Damit erfüllt die eSIM genau wie die altbekannte Plastik-SIM höchste Sicherheitsanforderungen.“

Vodafone eSIM

Carsten Ahrens, Leiter der Division Telecommunication Industries im Geschäftsbereich Mobile Security des eSIM-Herstellers Giesecke & Devrient bestätigt: „Die eSIM funktioniert wie ein hochsicherer Kleinstcomputer, der sensible Daten hochverschlüsselt in seinem SIM-Speicher aufbewahrt, auf den wiederum nur über die entsprechenden Schlüssel zugegriffen werden kann. Dadurch sind die Daten wirkungsvoll vor Manipulations- und Kopierversuchen geschützt.“

Die Samsung Gear S2 classic 3G wird das erste Gerät sein, welches über Vodafone mit eSIM vertrieben wird. Andere Modelle, unter anderem auch Smartphones und Tablets, werden folgen. Wann genau, lässt das Unternehmen offen. Möglicherweise soll das System mit der unverfänglichen Smartwatch erst einmal getestet werden, bevor auch andere Geräte mit ihm erhältlich sind. Auf einer speziellen Homepage stellt Vodafone weitere Informationen zur eSIM bereit. Die Vor- und Nachteile des Systems haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst: Vor- und Nachteile der eSIM.


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