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Dienstag, den 19.06.18 12:07

aus der Kategorie: Telekom T-Home

Telekom: Breitbandziel 2018 auch wegen Konkurrenz nicht zu schaffen

TelekomBreitbandziel 2018 – Bis Ende 2018 sollten alle deutschen Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s im Internet surfen. Bereits seit langem ist absehbar, dass das Ziel nicht zu schaffen ist. In den Augen der Telekom ist daran vor allem die Konkurrenz Schuld.

Breitbandziel 2018

Das Ziel der Bundesregierung ist klar: Bis Ende 2018 sollen alle Haushalte in Deutschland mit mindestens 50 Mbit/s im Internet surfen. In der Realität dümpeln viele Internetanschlüsse, vor allem auf dem Land, noch immer bei wenigen Mbit/s vor sich hin. Schon seit längerem ist klar, dass die Vorgabe bis Ende des Jahres nicht mehr zu schaffen ist.

Der Fokus bei der Umsetzung der Pläne liegt auf der Telekom, die seit Jahren Spitzenreiter in den Bereichen Breitband und Daten ist und diese Position vehement verteidigt. Als das Unternehmen vor Jahren mit dem umstrittenen Vectoring-Ausbau begann, liefen nicht nur Mittbewerber, sondern auch Branchenkenner Sturm. Die Telekom konnte die Pläne trotzdem umsetzen. Dennoch ist das Unternehmen noch ein gutes Stück vom 50 Mbit/s-Ziel der Bundesregierung entfernt.

Telekom sieht Schuld bei den Konkurrenten

In einem Interview Welt.de erklärte Dirk Wössner, Deutschland-Chef der Telekom, weshalb es seinem Unternehmen nicht gelingen wird, die 50-Mbit/s-Marke bis Ende des Jahres zu knacken. Allerdings sieht er die Telekom auch nicht weit vom Ziel entfernt: “Wir kommen ihm verdammt nahe. Hätten die Wettbewerber nicht geklagt, hätte es eine Punktlandung gegeben. Wir haben viel Zeit mit regulatorischen Debatten, Anträgen und Entscheidungen verloren. So ging es mit einem halben Jahr Verzögerung los. Trotzdem sollten wir das Erreichte positiv sehen.”

Dirk Wössner, Deutschland-Chef der Telekom

Auch das nächste Ziel der Bundesregierung, nämlich bis 2025 alle Haushalte an Gigabit-Geschwindigkeiten anzuschließen, sieht der Manager noch kritisch: “Es ist richtig zu sagen, dass man Deutschland mit Gigabit versorgen will. Ob das jetzt bedeutet, bis 2025 Glasfaser in alle Haushalte zu legen, ist eine andere Frage. Man muss auch Funktechnologien für die Überbrückung der letzten Meter berücksichtigen. In den USA wird das bereits getestet. Wir schätzen hier in Deutschland das Potenzial bei 20 bis 30 Prozent der Haushalte ein.”

Die Fusion zwischen Vodafone und Unitymedia, die demnächst bevorsteht, stößt ebenfalls nicht auf Begeisterung. Faire und gleiche Chancen sieht der Manager dabei nicht gegeben und hat für den TV-Markt “große Bedenken”. Vor allem die Gebiets- und Versorgungsmonopole der TV-Kabelgesellschaften, die häufig Verträge mit Wohnungsgesellschaften haben, stoßen ihm sauer auf. Wettbewerbsprodukte wie EntertainTV können dort meist gar nicht angeboten werden. Zudem empfindet er ein Ungleichgewicht bei den Kosten:

Außerdem müssen wir den TV-Sendern Geld bezahlen, wenn wir ihr Programm über unser Angebot verbreiten, während die TV-Kabelgesellschaften dafür sogar noch Geld bekommen. Das ist kein fairer Wettbewerb, deswegen haben wir und kleine Netzbetreiber große Bedenken.

Das vollständige Interview, in dem auch Fragen zur 5G-Auktion und zum Ausbau im Mobilfunkbereich beantwortet werden, ist auf der Homepage von Welt.de zu finden. Unter www.telekom.de stellt der Netzbetreiber ebenfalls weiterführende Informationen bereit.


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