Freitag, den 24.08.18 11:39

aus der Kategorie: Mobilfunk

Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley tappt in Roaming-Falle

Freies BildBundesverbraucherschutzministerin tappt in Roaming-Falle – Obwohl die seit Sommer 2017 gültige EU-Roamingverordnung zusätzliche Roaminggebühren untersagt, hat die Neuregelung ihre Tücken. Diese hat offenbar auch Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) erfahren, die trotz Roamingregelung eine 400 Euro Rechnung erhielt.

Roaming-Fall Ausland

Seit Juni 2017 gehören die Roaminggebühren der Vergangenheit an. Dadurch können viele Mobilfunkkunden ihren Inlandstarif im EU-Ausland wie in Deutschland nutzen. Allerdings birgt die neue Verordnung auch eine Stolpersteine, die trotz Roamingabgschaffung weiterhin Kosten verursachen können. Diese Tücken hat nun auch die Bundesverbraucherschutzministerin Katarina Barley zu spüren bekommen.

Wie Teltarif berichtet, hatte der Mobilfunkanbieter der Ministerin eine Rechnung von 400 Euro übersandt, die bei ihr Fragen aufwarf. „Ich telefoniere im Moment viel in die Niederlande“, wird Katarina Barley zitiert. Ihr Lebenspartner lebt in Amsterdam. Deswegen kommunizieren die beiden hauptsächlich über das Mobiltelefon. Von der EU reguliert und dadurch kostengünstig, wie die Ministerin annahm.

Gespräche ins Ausland nicht abgedeckt

Allerdings ist die Politikerin dabei in eine der trotz neuer Regelung bestehenden Fallen getappt. Denn: Die EU-Roamingverordnung deckt nur Gespräche ab, die im EU-Ausland stattfinden. Dafür muss sich das Smartphone samt Simkarte im Ausland aufhalten und kann dann zum Inlandstarif nach Deutschland und in andere EU-Länder telefonieren. Für Gespräche aus Deutschland ins Ausland gilt die Verordnung nicht, da sich das Mobiltelefon dabei faktisch nicht im Roaming befindet.

Dadurch werden Telefonate und SMS, die von Deutschland aus ins EU-Ausland stattfinden, nicht nach der Roamingverordnung abgerechnet. Stattdessen erheben die Mobilfunkanbieter für diese Kommunikation oft deutlich höhere Preise als für die reguläre Kommunikation. Dadurch wurden die Gespräche nach Amsterdam deutlich teurer als angenommen. Kurios: Würde die Ministerin über eine der Grenzen ins EU-Ausland fahren, könnte sie zum Inlandstarif in die Niederlande telefonieren. Denn dann würde die EU-Roamingverordnung greifen.


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