Sonntag, den 14.10.12 11:00

aus der Kategorie: Apple iPhone

IDFA: Apple späht weiterhin iOS-User aus – Deaktivierung schwierig

Vor wenigen Wochen hat Apple sein neues mobiles Betriebssystem veröffentlicht. Als iOS 6 betitelt, findet es nicht nur bei allen kommerziellen Anwender Zuspruch, sondern begeistert auch die Werbetreibenden. Letzteres dürfte wohl vor allem an einer Nummer liegen, mit welcher sich die Online-Gewohnheiten von iPad-, iPhone- und iPod-Kunden beobachten respektive aufzeichnen lassen. Zwar ist die Funktion problemlos abzuschalten, der dafür vorgesehene Ausschalter ist aber gut versteckt.

Entwickler verstoßen gegen Regeln

Eine personenbezogene Nummer, um iOS-Nutzer zu identifizieren, das ist an sich nichts Neues. Erst Anfang des Jahres entzog Apple seinen Werbefirmen den Zugriff auf solche Gerätenummern. Bis dato konnte jedes Device zurückverfolgt werden. UDID (Uniqe Device Identifier) – so nannte Apple eben diese personenbezogene Nummer. Wer damals oft im Netz nach Kleidung suchte, bekam auf seinem Gerät Beispielsweise einen Banner für Markenhosen angezeigt. Doch einige Entwickler hielten sich nicht an Apples Spielregeln, verknüpften die UDID mit Benutzerdaten und erstellten dadurch eine Art Ausweis.

Das neue Werkzeug: IDFA

Nun hat Apple eine neue Nummer, die sich zwar löschen lässt, aber weiterhin Nutzerdaten sammelt. IDFA (Identifier for Advertisers) genannt, soll der Werbeindustrie wieder neue Möglichkeiten bieten, gezielte Werbeanzeigen zu entwickeln. Dem US-Blog Business-Insider ist die neue Technik als erstes aufgefallen, und allem Anschein nach nicht geheuer. So speichert die UDID wie ein Browser Cookies, welche weniger später vom Anbieter ausgelesen werden können.

Leider sind UDIDs fest mit der Hardware verknüpft, wodurch die Daten auch bei einem Besitzerwechsel nicht gelöscht werden. Wer sich jetzt also ein gebrauchtes iPhone 4S zulegt, läuft Gefahr, Informationen zum Surf-Verhalten vom Vorgänger zu sehen.

Lange Suche garantiert

Gewollt oder nicht, das sei mal dahingestellt. Der Ausschalter bleibt ausgesprochen unglücklich platziert. Dabei ist dieser nicht – wie wohl jeder vermuten würde – im Datenschutzmenü zu finden, sondern schläft tief und fest im Infofenster. Wer dort nach unten gescrollt findet einen Menüpunkt “Werbung”, mit dem sich das Tracking via IDFA abschalten lässt.


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