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Handy im Ausland

Das Handy ist nach dem Auto zu des Deutschen zweitliebstem Spielzeug avanciert und beide sind für viele Zeitgenossen auch im Auslandsurlaub unverzichtbar. Aber genau wie das Auto den richtigen Sprit benötigt, sollten auch beim Thema Handy einige grundlegende Dinge beachtet werden. Schließlich soll das Telefon auch im Ausland möglichst problemlos seinen Dienst tun und darüber hinaus können unerwartet hohe Auslandskosten den Erholungseffekt nach der Rückkehr schnell wieder zunichte machen.

1. Die Übertragungsfrequenzen

Ein Handy arbeitet mit verschiedenen Übertragungsstandards. Der einfachste, aber auch älteste und damit weit verbreitetste Standard ist unter dem Kürzel GSM bekannt. Als Nachfolger der GSM-Technik gilt der UMTS-Standard und auch hier ist bereits die nächste Generation namens LTE serienreif. Innerhalb dieser Standards sind mehrere Frequenzen vergeben, die vom Handy genutzt werden. Die Nutzungsmöglichkeiten des Handys werden in der Regel mit Begriffen wie Dualband, Triband oder Quadband angegeben und benenn die Anzahl der möglichen Frequenzen, die das Handy nutzen kann. In Deutschland werden im GSM-Standard 900 MHz und 1.800 MHz genutzt. Doch andere Länder, andere Frequenzen. Während beispielsweise auch in Australien oder Asien diese zwei Frequenzen verwendet werden, benötigt man in Amerika ausschließlich 850 MHz und 1.900 MHz. Die Faustformel für Auslandsreisen heißt also: Je mehr Frequenzen, desto besser. Ein Triband-Handy (noch besser Quadband) ist also ein Muss für einen Übersee-Urlaub.

2. Die Roamingkosten

Bei vielen Reisenden verursachen die Roamingkosten ein großes Loch in der Urlaubskasse, was aber in den meisten Fällen erst nach der Rückkehr bemerkt wird. Daher sollte man diesem Thema besondere Aufmerksamkeit widmen, und das, bevor man in den Flieger steigt.

Da im Ausland die heimatlichen Netzbetreiber nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar sind, stellt das Handy bei Bedarf eine Verbindung zu einem Anbieter des Urlaubslandes her. Zwischen vielen dieser Anbieter und dem deutschen Provider werden Vereinbarungen geschlossen, wonach die entstehenden Auslandskosten an den Heimat-Anbieter weitergegeben werden. Diese Abkommen sind sehr individuell, was sich letztlich auch auf die Kosten auswirkt. Daher kann vor dem Urlaub ein Blick auf die jeweiligen Roaminggebühren nicht schaden. Bei einigen deutschen Providern ist auch eine separate Roaming-Freischaltung erforderlich, die bis zu einer Woche dauern kann. Besonders moderne Alleskönner und Smartphones haben die Angewohnheit, sich selbst oder die installierten Apps ungefragt zu aktualisieren. Das ist – zumindest im Urlaub – unnötig und sollte wegen der Kosten daher deaktiviert werden. Sollten die Roamingkosten das geplante Budget übersteigen, kann man sich rechtzeitig vor dem Urlaub noch Alternativen überlegen, von denen eine Möglichkeit besonders günstig ist, nämlich

3. Die Prepaid-Karten im Ausland

Auch Nutzer des Prepaid-Verfahrens müssen nicht auf ein paar kurze Urlaubsgrüße in die Heimat verzichten. Prinzipiell funktionieren auch diese Karten im Ausland, wobei man auch hier die Roamingkosten immer im Blick haben sollte. Der Vorteil ist aber eindeutig das stets überschaubare Gesprächsguthaben der Prepaid-Karte. Je nach Land und Telefonanbieter kann auch eine ausländische Prepaid-Karte oder eine Telefonkarte mit gespeichertem Einmal-Guthaben die bessere Lösung sein. Prepaid-Kunden sollten sich aber – egal ob in Deutschland oder am Urlaubsort – immer erst über die Möglichkeiten und Optionen der Aufladung erkundigen.

4. Die Vorwahl

Das man bei Anrufen nach Deutschland immer die Landesvorwahl berücksichtigt, versteht sich eigentlich von selbst, wird aber auch gerne mal vergessen. Was beim Festnetz die „0049“ ist, das ist im Mobilfunksektor die „+49“ und danach die eigentliche Vorwahl ohne die erste „0“.

5. Die Mailbox

Diese Funktion sollte ebenfalls deaktiviert werden, weil ein solcher Anruf einen langen Weg nimmt (Deutschland-Ausland-deutsche Mobilbox) und damit gleich doppelte Kosten verursacht.

6. Das Netzteil

Und weil jedes Handy auch mal an die Steckdose muss, gehört auch ein Blick auf die Stromanschlüsse des Gastlandes zu den Urlaubsvorbereitungen. Auf der sicheren Seite ist, wer Universalstecker oder Adapter mit sich führt, viele Handy-Hersteller legen ihren Geräten auch entsprechende Netzteile oder Anschlüsse bei.

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